Den Zins richtig beurteilen
07. September 2008
Eine der großen Schwierigkeiten mit Baukrediten betrifft den richtigen Zeitpunkt für die Aufnahme des Darlehens. Besonders die vergangenen Monate haben jedem Verbraucher mit Ambitionen auf die eigenen vier Wände deutlich gezeigt, dass stabile Kreditzinsen im Moment eher eine Mangelerscheinung sind. Während im Frühjahr fallende Zinsen die Aufnahme einer Baufinanzierung durchaus in greifbare Nähe rücken ließen, erreichten kurzfristige Baudarlehen zur Sommermitte bereits einen neuen Höchststand, nur um dann wieder rasant auf Talfahrt zu gehen. Wer etwas über die zukünftige Entwicklung erfahren will und sich an Banken wendet, muss zudem damit rechnen, dass die Kreditinstitute mit ihren Prognosen eher auf einen steigenden Zinssatz setzen. Ob dahinter Eigennutz oder eine echte Analyse steckt, sei dahingestellt. In jedem Fall müssen Kreditnehmer auch im nächsten Jahr mit starken Schwankungen rechnen. Baufinanzierer, die dagegen lieber ihren eigenen Instinkten vertrauen und auf ein Fallen der Zinsen in den nächsten Jahren setzen, sollten über den Abschluss eines 5-jährigen Darlehens nachdenken. Entwickelt sich das Zinsniveau aber nicht wie erwartet, wartet am Ende bei der Anschlussfinanzierung ein böses Erwachen. Weniger risikofreudige Bauherren sind dagegen eher mit einer langfristigen Zinsbindung besser beraten, hier schwankt der Darlehenszins weitaus weniger stark und es sind auch im Bereich der 10- oder 20-jährigen Laufzeiten durchaus günstige Angebote im Bereich der 5%-Marke vorhanden.
Via: capital.de


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