Mit einem Fremdwährungsdarlehen finanzieren

03. Mai 2008

Ein Darlehen zur Finanzierung gehört für einen großen Teil der deutschen Bankkunden inzwischen sicher zum Alltag. Das eigene Haus aber mit Währungen aus dem Ausland zu finanzieren, ist dagegen sicher neu. Dabei kann ein solches Vorgehen durchaus einige Vorteile mit sich bringen – gerade dann, wenn der Euro gegenüber anderen Währungen relativ gut bewertet wird. Kredite, welche in Schweizer Franken oder japanischen Yen aufgenommen werden, zählen zwar hierzulande durchaus immer noch zum Neuland und das selbst für so manchen Bankmitarbeiter, machen aber in zunehmendem Maß von sich reden.

Im Rahmen einer solchen Baufinanzierung greift der Kreditnehmer nicht zu einem Darlehen in Euro, wie hierzulande üblich, sondern nutzt andere Währungen und lässt sich den umgerechneten Betrag in Euro auszahlen. Bei einem Wechselkurs von beispielsweise 0,006081 zwischen einem Euro und einem japanischen Yen, müssen für eine Finanzierung im Rahmen von 100.000 Euro über 1,5 Millionen Yen aufgenommen werden. Diese Form der Finanzierung wird als sogenanntes Fremdwährungsdarlehen bezeichnet. Im Rahmen eines Baukredites kann der Kreditnehmer auf unterschiedliche Art und Weise von ausländischen Währungen profitieren.

Einer der Vorteile sind niedrige Kreditzinsen. Schlägt ein Baukredit der Eurozone mit vier, fünf oder mehr Prozent zu Buche, liegen Fremdwährungsdarlehen durchaus einige Prozentpunkte darunter. Zudem wirkt sich ein Anstieg des Euros durchaus positiv auf den Baukredit aus. Schließlich lässt sich mit so mit weniger Kapital ein größerer Teil der Finanzierung tilgen. Steigt dagegen die Fremdwährung, ist genau das Gegenteil der Fall – der Baufinanzierungskunde muss wesentlich mehr Kapital einsetzen, um das Darlehen zurück zuzahlen. Wer mithilfe eines Fremdwährungsdarlehens die eigenen 4 Wände Wirklichkeit werden lässt, muss sich im Vorfeld sehr genau über den Verlauf und die Prognosen der einzelnen Währungen informieren.

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