Immobilienkredite für Selbstständige

07. Juni 2008

Für viele ist die Selbstständigkeit eine Möglichkeit für das tägliche Brot zu sorgen, die mit einigen Vorteilen verbunden ist. Allerdings bringt sie auch einige Nachteile mit sich, denn Freiberufler und Selbstständige müssen in verschiedenen Situationen mit so manchen Schwierigkeiten rechnen. Gerade wenn es darum geht, bei einer Bank oder einem Kreditinstitut ein Darlehen zu beantragen, haben es Unternehmer nicht immer leicht. Meist zählt an dieser Stelle ein regelmäßiges Gehalt mehr als das schwankende Einkommen eines Selbstständigen. Dass es auch anders geht, hat die Zeitschrift Finanztest erst kürzlich bewiesen. Schuld an dieser Entwicklung sind die Risiken der Selbstständigkeit, denn jederzeit kann die Pleite drohen.

Das macht sich besonders bei der Immobilienfinanzierung bemerkbar, denn die Laufzeiten der Kredite ziehen sich bei dieser Form in der Regel über einen langen Zeitraum hin. Zwar besteht grundsätzlich die Möglichkeit, dass Selbstständige ein Darlehen bekommen, aber die Konditionen sind in der Regel schlechter als für Angestellte. Zudem werden die Kreditanträge besonders kritisch geprüft. Besonders schwer haben es vor allem Existenzgründer, da als Voraussetzung ein Geschäftsabschluss über die letzten Jahre erforderlich ist. Nur wenige Banken machen hier Ausnahmen und vergeben Kredite auch dann, wenn das Unternehmen erst seit einem Jahr Bestand hat. So kommen auch junge Selbstständige in den Genuss eines Baukredites.

Aber neben niedrigen Zinsen zählen für Unternehmer noch ganz andere Faktoren, um aus einem Baukredit eine günstige Finanzierung zu machen. Speziell wer selbstständig ist, sollte nach Möglichkeit eine flexible Tilgung wählen, denn durch wiederkehrende Sondertilgungen ist der Weg in die Schuldenfreiheit wesentlich kürzer, als bei einem Darlehen mit festen Zinsen.

Via: Spiegel Online

Eigenkapitalersatzleistung

04. Juni 2008

Für den Traum von den eigenen vier Wänden wird in erster Linie eines benötigt – nämlich eine nicht gerade unerhebliche Menge Kapital. Sicher denkt man in diesem Moment zuerst an den Kredit bei einer Bank, schließlich liegt in diesem Fall ein solches Vorgehen am Nächsten. Allerdings taucht in der Regel an dieser Stelle ein Problem auf, denn für eine solide und sichere Baufinanzierung sollte der Baukredit nur beantragt werden, wenn demgegenüber auch eine gewisse Menge Eigenkapital steht, die in das Bauprojekt mit eingebracht werden kann. Leider fehlt gerade bei jungen Familien meist dieser finanzielle Hintergrund, womit das Eigenheim zu scheitern droht.

Allerdings bieten sich jedem Baufinanzierungskunden hier Alternativen, die es zu erkennen und zu nutzen gilt. Um trotz allem für ein Bankdarlehen in Betracht zu kommen, sollten potenzielle Hausbesitzer aus diesem Grund auf die sogenannten Eigenkapitalersatzleistungen zurückgreifen. Unter diesem Begriff werden alle Aufwendungen zusammengefasst, die dem Bauprojekt zufließen, aber weder von Banken, Bausparkassen oder Versicherungen kommen und auch nicht dem Eigenkapital zurechenbar sind. Beispiele für solche Ersatzleistungen sind etwa Förderungen des Bundes, der Länder oder privater Organisationen. Weiterhin zählt auch die sogenannte Muskelhypothek zu den Eigenkapitalersatzleistungen. Letztere bezieht sich auf alle handwerklichen Leistungen, die durch den Hausbesitzer selbst erbracht werden, also zum Beispiel das Fliesen von Küche und Bad oder das Verlegen von Laminat.