Gemeinsam stark
30. Mai 2008
Gerade junge Familien oder Senioren stoßen beim Projekt Eigenheim oft an ihre Grenzen. Eine besondere Methode, um den Traum von den eigenen vier Wänden doch noch in die Tat umsetzten zu können, bietet die Bauherrengemeinschaft. Mit diesem Begriff wird ein Zusammenschluss mehrerer Personen bezeichnet, die alle ein gemeinsames Ziel verfolgen. In der Regel handelt es sich hier um den Bau einer Wohnimmobilie, aber diese Form kann durchaus auch im gewerblichen Rahmen angewendet werden. Was macht die Bauherrengemeinschaft aber so besonders?
Der erste Punkt betrifft die Kosten, denn diese sinken im Allgemeinen, wenn das Projekt Eigenheim gemeinsam in Angriff genommen wird. Daneben gestaltet sich die Selbsthilfe wesentlich breiter, als wenn man sich nur auf Freunde und Verwandte verlassen kann. Ein dritter Grund betrifft das Zusammenleben, denn wer bereits den Bau gemeinsam bewältigt hat, wird in der Regel auch in der Zeit danach auf weniger Probleme stoßen. Man kann sich den Nachbarn also bereits sehr früh heraussuchen. Aber auch bei der Bauherrengemeinschaft sollte man einiges beachten. Auf der einen Seite sollte sich jedes Mitglied dem Mehrheitsbeschluss beugen können.
Daneben müssen bereits von Anfang an alle rechtlichen Fragen geklärt werden, damit es später nicht zu juristischen Auseinandersetzungen kommt. Wer steuert welchen Anteil bei? Was passiert, wenn einer aus der Gemeinschaft aussteigt? In welcher Rechtsform wird das Vorhaben abgewickelt? Alle diesen Fragen sollten bereits möglichst früh entschieden werden. Daneben sollte auch die Bauherrengemeinschaft nicht auf den Rat von Experten verzichten und sich Hilfe von Außen holen. Denn trotz der Vorteile, die eine solche Zusammenarbeit bietet, wartet so manche Hürde auf die Bauherrengemeinschaft.
Via: Welt Online
Baufinanzierung und das Internet
26. Mai 2008
Dass aus dem Internet inzwischen ein starkes Marktinstrument geworden ist, wird heute sicher kaum noch jemand bestreiten. Was aber über die globale Datenautobahn alles gehandelt wird, ist dagegen immer wieder verblüffend. Denn neben Online-Shops tummeln sich inzwischen auch vermehrt Finanzdienstleister im Internet. Gerade unabhängige Berater profitieren von der freien und für jeden Verbraucher zugänglichen Struktur des Netzwerks. Überall erreichbar, zu jeder Tages- und Nachtzeit auf Empfang und zudem meist sogar noch um einige Prozent günstiger als etablierte Großbanken – genauso wünschen sich viele Verbraucher ihre Finanzberater.
Wie sehr das Internet dieser Vorstellung entspricht, zeigt das Übernahmeangebot der ING-Gruppe, die in Deutschland vor allem als Direktbank bekannt ist, an einen der größten unabhängigen Finanzberater. Mit einem Angebot von 64 Euro pro Anteilsschein soll den Aktionären der Interhyp ein Wechsel zum niederländischen Finanzdienstleister schmackhaft gemacht werden. Dies entspräche einem Bonus auf jede Aktie von über 40%. Was aber macht einen unabhängigen Finanzberater so attraktiv? Die Kunden schätzen die Angebote aus dem Internet vor allem aufgrund der niedrigen Zinsen, verglichen mit den Darlehen der Filialbanken.
Daneben zeichnen sich gerade die Berater durch ihre Kompetenz und faire Angebote aus – schließlich steht hier die Zufriedenheit des Kunden im Vordergrund und nicht der Verkauf eines bestimmten Finanzierungsproduktes. Auch in den nächsten Jahren dürfte der Marktanteil von Dienstleistern ähnlich der Interhyp noch weiter wachsen, was den Großbanken sicher einige schlaflose Nächte bereiten wird. Eine Bemerkung noch am Rande: Durch die Bekanntgabe des Übernahmeangebotes schoss die Aktie der Interhyp auf einen Wert jenseits des Übernahmeangebotes.
Via: Welt Online
Effektiver Jahreszins
24. Mai 2008
Für viele Kreditnehmer, egal ob es sich bei dem Darlehen um eine Baufinanzierung oder einen Konsumentenkredit handelt, ist der effektive Jahreszins eine der wichtigsten Größen, an der sich die Qualität und Güte eines Kredites messen lässt. Entscheidet dieser Zinssatz doch am Ende darüber, wie teuer das geliehene Kapital tatsächlich ist. Was verbirgt sich aber hinter dem Begriff des effektiven Jahreszinses? Um die Aufteilung der Kreditzinsen in den Nominalzins und den Effektivzins zu verstehen, muss man als Erstes die Kostenstruktur, welche sich für den Darlehensnehmer hinter dem Kredit verbirgt, verstehen. Ausgehend vom Nennbetrag der Finanzierung ergibt der nominale Zins im Grunde die primären Kosten, welche pro Jahr nur als „Ausleihgebühr“ fällig werden.
Allerdings sind mit der Gewährung eines Kredites noch weiter Aufwendungen verbunden. Schließlich muss die Bank Konten anlegen, hat eventuelle Provisionen zu tragen, muss die Kreditwürdigkeit des Antragstellers prüfen und hat noch andere Aufgaben vor der Auszahlung des Darlehens erledigen. Kurz gesagt, ein Kredit verursacht weitere Kosten, die am Ende dem Antragsteller zufallen. Erst all diese einzelnen Beträge zusammen ergeben die tatsächlichen Kosten eines Darlehens, welche aufgrund des § 492 BGB in einem Darlehensvertrag angeben werden müssen. Der effektive Jahreszins ist also nichts weiter, als der tatsächliche Preis eines Kredites.

